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Geschichte der Ölmühle Böttstein

 

Ölmühlen waren wesentlich seltener als Getreidemühlen. Im Bezirk Zurzach, wo noch im 19. Jahrhundert über 20 Getreidemühlen für die Mehlproduktion zuständig waren, standen 3 bis 4 Ölmühlen.

Die einheimischen Rohstoffe für die Ölgewinnung waren:

Baumnusskerne
Haselnusskerne
Buchnüsse
Flachssamen (Leinöl)
Hanfsamen
Mohnsamen (Mägich)
Rapssamen
Sonnenblumenkerne.

Die ältesten Berichte über die Gewinnung von Öl stammen aus China, wo die heute noch gebräuchliche Technik schon vor 5000 Jahren angewendet wurde: Zerquetschen der Samen, erwärmen und auspressen des Öles in der Keilpresse.

In Europa werden die Griechen und Römer als erste Ölproduzenten ge-nannt, von wo sich diese Technik über ganz Europa ausbreitete.
 

 

Die Ölmühle Böttstein muss 1799 bereits bestanden haben. Aus einer Urkunde geht hervor, dass die Böttsteiner den Franzosen, die damals unsere Gegend besetzt hielten, Öl liefern mussten. Die Anlage leistete besonders während den Weltkriegen einen wichtigen Beitrag an die Landesversorgung und war noch bis 1957 ziemlich regelmässig in Betrieb. 1967 kauften die Fett- und Ölwerke ASTRA und SAIS die stillgelegte Anlage, restaurierten das Gebäude und schenkten den Betrieb der "Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach". Seither ist diese Institution für den Unterhalt der unter kantonalem Denk-malschutz stehenden Anlage besorgt.
 

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